In vielen gewachsenen Männerchören gibt es kleine Gesangsformationen, die das Spektrum chormusikalischer Betätigung erweitern. Auch der MGV Cäcilia Horbach setzt in diesem Bereich Akzente.

1999 gründeten elf Sänger des MGV Cäcilia Horbach das Ensemble CHordon bleu. Bis zu seiner Auflösung Anfang 2008 absolvierte das Ensemble mehr als 170 Auftritte bei Anlässen unterschiedlichster Art und belegte mehrfach erste Platzierungen in den Sonderchorklassen nationaler Wettbewerbe. CD-Produktionen des Ensembles datieren in den Jahren 2002 (Komm’ und sein mein Passagier) und 2004 (Irgendwo auf der Welt). CHordon bleu gelangte zu einer besonderen Eigenständigkeit in Literatur und Bühnenpräsentation, worauf sich letztlich auch die ungewöhnlich hohe Nachfrage und die beeindruckende Zahl der Engagements stützten. In Erinnerung bleibt den Sängern vor allem das Jahr 2003 mit 30 Auftritten innerhalb von zwölf Monaten. Ob beim Chorkonzert um die Ecke oder beim Auftritt im Congress Center Berlin - stets rückte CHordon bleu seine Wurzeln im MGV Cäcilia Horbach in das Bewusstsein des Publikums, stand schon der Name selbst mit den Großbuchstaben C und H nicht nur für eine mit Selbstironie kreierte „Rezeptur“, sondern vielmehr auch für die Initialen des Horbacher Männerchores.

Obwohl das Ensemble CHordon bleu aus zeitlichen Gründen seine Tätigkeit aufgab, ist die Bedeutung kleiner Besetzungen innerhalb eines gewachsenen Chores gleichwohl geblieben. Kleine Formationen können das Spektrum der Chorliteratur bereichern und für ihren Bereich zusätzliche Werbung für den Chorgesang machen. Dass bei alledem die Interessen des gewachsenen Chores im Vordergrund bleiben, kann und darf bei Sängern, die sich ihrer Verantwortung um traditionelle Sangesstrukturen bewusst sind, niemals in Frage stehen. Es ist leider eine Tatsache, dass selbst leistungsstarke Chöre wegen ausbleibendem Nachwuchs zunehmend in Existenznöte geraten. Kleine Chöre im eigenen Hause können diese Tendenz nicht korrigieren. Aber sie können nach Kräften mithelfen, alle Anstrengungen gegen diese Tendenz zu unternehmen.